• Giulia Kowalski

Meine "Auszeit"

Aktualisiert: 3. Sept 2020

Nach meiner dualen Ausbildung, meinem nebenberuflichen Studium im Bereich Personalmanagement und 6 intensiven Berufsjahren mit Höhen und Tiefen, habe ich mich dazu entschieden eine kleine "Auszeit" zu nehmen, insofern man das so nennen kann.

Mein Weg führte mich ausnahmsweise nicht nach Australien, um danach irgendwas mit Medien zu studieren, sondern auf die wunderschöne, kanarische Insel Fuerteventura und ja, das Meer sieht dort wirklich so schön aus wie auf diesem Foto. Lust auf mehr? Scroll down...

Soll ich? Soll ich nicht?

Ich fand es im ersten Schritt eigentlich eher eine egoistische Entscheidung. Wieso sollte ich mir eine Auszeit nehmen? Andere arbeiten ihr ganzes Leben so hart, klettern Stück für Stück die Karriereleiter nach oben oder sind mit ihrem beruflichen Stand zufrieden. Warum sollte ich mir es also rausnehmen nach nur 6 Jahren Vollzeit-Tätigkeit meinen Job aufzugeben? Die Entscheidung hat mich viele schlaflose Nächte gekostet, da ich nun mal doch ein sehr perfektionistischer und zielorientierter Mensch bin und sehr lange die Vorstellung von einer Karriere aus dem Bilderbuch hatte. Viele Gespräche und Diskussionen später, gab ich mir jedoch einen Ruck und kündigte meinen Job, um 2 Monate durch Thailand und Indonesien zu Reisen und im Anschluss in einem Club auf Fuerteventura als Fitness Trainerin zu arbeiten. Da war der Traum wieder - der Traum vom Sport am Meer!

Über solche Entscheidungen und "Loslassen" werde ich auch einen Blogpost schreiben (Stay tuned!).


Thailand & Indonesien

Was für ein Kulturschock! Zum ersten Mal raus aus Europa und angekommen in Bangkok. Ich war völlig überfordert mit den ganzen Eindrücken, Gerüchen und Fahrzeugen auf der Straße! Ich hätte zu Beginn der Reise niemals gedacht, dass ich erstmal 3 Tage brauchen würde, um in dieser Stadt anzukommen.

Mit meinem Freund bin ich durch Bangkok, Chang Mai, Kho Phangan, Kho Phi Phi und Kho Lanta gereist. Tolle Ereignisse und wunderschöne Strände haben diese Reise geprägt und ich konnte es nach 3 Wochen immernoch nicht ganz glauben, dass ich tatsächlich gekündigt hatte und mich auf so einer Abenteuerreise befand.

Im Anschluss an Thailand bin ich direkt weiter nach Bali geflogen. Dort und auf vielen anderen kleinen Inseln war ich insgesamt einen Monat unterwegs. Bali hat mich fasziniert. Ich weiß, dass es mittlerweile ein Klischee ist aber diese Insel hat etwas Magisches! Ich habe das Gefühl, dass man Bali entweder liebt oder hasst. Ich liebe diese Insel! Die letzten 10 Tage habe ich in einem Yoga-Surf Camp verbracht und bin zum ersten Mal richtig mit Yoga und Meditation in Berührung gekommen. Wenn nicht auf Bali, wo auch sonst, oder? Zu Hause angekommen, wusste ich was mein nächstes Ziel sein wird:

Eine Yoga Ausbildung zu absolvieren. Da ich mich viel im funktionellen und ausdauernden Kurs-Bereich befand, gab mir Yoga die Möglichkeit auch mal durchzuatmen und abzuschalten. Im ersten Moment war das schwierig für mich, denn ich konnte vorerst mit dem dritten Auge und "Lass los und atme", garnichts anfangen. Aber auch hier gilt -Übung macht den Meister und es hat sich definitiv gelohnt!



Fuerteventura

Nur ein paar Wochen nach meinem Asien-Aufenthalt, packte ich erneut meine Koffer und machte mich auf den Weg zum Flughafen, für 9 Monate Fuerteventura. Der Abschied fiel mir komischerweise nicht allzu schwer. Ich war zu aufgeregt, um die Tatsache zu realisieren, dass ich zum ersten Mal so lange weg sein würde.

Dort angekommen war ich innerhalb von wenigen Tagen in das Team integriert. Die langen Tage (und Nächte), das Kursgeschehen, unterschiedliche Events, verschiedene Begegnungen mit Gästen, sowie die freien Tage und Parties schweißten sofort zusammen. Nicht nur physisch, sondern auch mental waren die ersten Monate eine Herausforderung sowie eine harte Probe zugleich, dennoch genoss ich jeden einzelnen Tag dort. Das Meer, die Luft, die Sonne und die gute Laune trugen mich durch meine Zeit dort und diese verging wie im Flug! Durch die tägliche Praxis von verschiedenen Kursmodellen, lernte ich so viel dazu wie noch nie, denn die Theorie ist das Eine aber die tägliche Praxis das Andere!

Durch Weiterbildungen und den Austausch innerhalb des (absolut genialen) Teams konnte ich mein Kursangebot viel breiter ausrollen und zehre noch heute von den Erfahrungen und Kursinhalten dieser neun Monate. Von Mobility, über Cycling, Hot Iron®, Pilates, Slashpipe®, Cross Training und vielem mehr, jeder Kurs wurde vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet.

Eine einzigartige Erfahrung für jeden Trainer da draußen, egal wie lange man in diesem Bereich schon arbeitet!

Aber nicht nur von dem lehrreichen Aspekt würde ich die Arbeit in einem Club empfehlen, auch meine Persönlichkeit hat sich in dieser Zeit stark weiterentwickelt. Durch die Arbeit dort lernst du dich selbst besser kennen und schätzen, da du auch an deine Grenzen kommst.

Ich würde sogar sagen, es hat mich ein Stück mehr zu mir selbst gebracht, zu der Person, die ich heute bin.

Ich würde untertreiben, wenn ich sagen würde "I had the time of my life" - es war mehr als das!

Mindestens einmal im Jahr fliege ich noch heute dorthin und habe immernoch Freunde vor Ort, die mich jedes Mal so herzlich empfangen. Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal als Expertin zu einer Fitnesswoche eingeladen und gebe mit meiner ehemaligen Kollegin und sehr guten Freundin eine Functional Woche!

Da sieht man mal, wo so eine Zeit auch beruflich hinführen kann.

Die Insel ist wunderschön und hat karibische Strände - sehr empfehlenswert!

Falls ihr Tipps braucht, oder auch so eine Erfahrung sammeln möchtet, schreibt mir gerne.

Vorerst war es das zu diesem Thema, in dem Sinne: Over and Out und hasta luego!



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